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Statistiken · Übertritt & Regionen

Beste Schulen in Zürich? Was die öffentlichen Zahlen zeigen

Eltern suchen oft nach den «besten Schulen» in Zürich, wenn der Übertritt ins Langgymnasium näher rückt. Öffentlich liegen belastbare Zahlen vor – zu Bezirken, Schulgemeinden, den sieben städtischen Schulkreisen und zur gymnasialen Maturitätsquote nach politischer Gemeinde. Für den politischen Stadtkreis 7 gibt es keine eigene ZAP-Quote: Er gehört zum Schulkreis Zürichberg. Die Quote sagt, wie häufig Kinder aus einer Region die ZAP bestehen oder später die Matura machen, nicht wie gut ein Schulhaus unterrichtet.

Die Chance im Kanton, in zwei Zahlen

Von denen, die antreten
52,7 %
ZAP Langgymnasium 2025/26: 2'517 von 4'772 Prüflingen (Medienmitteilung Mai 2026)
Von der ganzen 6. Klasse
14,9 %
Kohorte 2024/25; 27,9 % traten an. Stadt Zürich nennt rund 20 % Übertritt ins Gymnasium

Medien schreiben oft «jeder zweite schafft die Gymiprüfung». Das gilt für die Kinder, die sich anmelden. Für ein durchschnittliches Kind in der 6. Primarklasse liegt die Chance näher bei einem Siebtel bis einem Fünftel, je nach Region. SRF, NZZ und Tages-Anzeiger stützen sich für die Jahreszahlen auf dieselbe kantonale Medienmitteilung; verbindlich bleibt zh.ch.

Karte der Bezirke: wer ins Langgymnasium kommt

Aufnahmeanteil ins Langgymnasium nach Bezirk, Anteil der 6.-Klasse-Kohorte

Meilen: 21,0 % der 6.-Klasse-Kohorte Meilen 21,0 % Zürich: 20,9 % der 6.-Klasse-Kohorte Zürich 20,9 % Horgen: 19,1 % der 6.-Klasse-Kohorte Horgen 19,1 % Uster: 17,2 % der 6.-Klasse-Kohorte Uster 17,2 % Affoltern: 13,9 % der 6.-Klasse-Kohorte Affoltern 13,9 % Dietikon: 12,3 % der 6.-Klasse-Kohorte Dietikon 12,3 % Winterthur: 12,1 % der 6.-Klasse-Kohorte Winterthur 12,1 % Hinwil: 11,6 % der 6.-Klasse-Kohorte Hinwil 11,6 % Bülach: 10,8 % der 6.-Klasse-Kohorte Bülach 10,8 % Pfäffikon: 10,1 % der 6.-Klasse-Kohorte Pfäffikon 10,1 % Dielsdorf: 10,0 % der 6.-Klasse-Kohorte Dielsdorf 10,0 % Andelfingen: 8,9 % der 6.-Klasse-Kohorte Andelfingen 8,9 %

Farbe: Anteil der 6.-Klasse-Kohorte mit bestandener ZAP ins Langgymnasium. Hell = tiefer, dunkel = höher. Lage der Bezirke ist schematisch.

Quelle: Mittelschul- und Berufsbildungsamt, ZAP 2022 Bezirksstatistik. Aufnahmeanteil = bestandene Prüfung geteilt durch alle Schülerinnen und Schüler der gleichen Klassenstufe im Bezirk. Aktuelle Jahreswerte stehen in den interaktiven Grafiken auf zh.ch; 2025/26 führt Affoltern bei den Geprüften mit 58,5 %.
Langgymnasium 2022. «Kohorte bestanden» ist die Chance eines zufälligen Sechstklässlers im Bezirk; «Geprüfte bestanden» die Quote unter den Angemeldeten. Kleine Bezirke schwanken von Jahr zu Jahr stärker.
BezirkKohorte bestandenGeprüfte bestandenKohorte angetreten
Meilen21,0 %55,4 %37,9 %
Zürich20,9 %54,0 %38,6 %
Horgen19,1 %52,8 %36,2 %
Uster17,2 %51,3 %33,5 %
Kanton ZH15,6 %51,0 %30,5 %
Affoltern13,9 %47,8 %29,1 %
Dietikon12,3 %45,1 %27,2 %
Winterthur12,1 %51,1 %23,6 %
Hinwil11,6 %49,8 %23,3 %
Bülach10,8 %43,8 %24,7 %
Pfäffikon10,1 %42,9 %23,6 %
Dielsdorf10,0 %45,9 %21,7 %
Andelfingen8,9 %49,2 %18,2 %

Die Karte zeigt den Aufnahmeanteil der ganzen Kohorte, nicht die Erfolgsquote der Prüflinge. Im Bezirk Meilen (Goldküste) bestanden 2022 21,0 % aller Sechstklässlerinnen und Sechstklässler; in Andelfingen 8,9 %. Unter den Angemeldeten liegen die Bezirke dagegen eng um etwa 50 %. Der Unterschied zwischen Regionen entsteht vor allem dadurch, wer antritt – nicht dadurch, dass die Prüfung in einem Bezirk grundsätzlich anders bewertet würde.

Die NZZ hat die Jahreszahlen 2026 erneut nach Bezirk gelesen: Affoltern lag bei den Geprüften vorn, Meilen bei der Kohorte hoch (42,6 % angetreten, 24,1 % der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler aufgenommen). Solche Zeitungsauswertungen ersetzen die amtliche Grafik nicht, sie machen sie lesbar.

Stadt Zürich: Schulkreise, nicht Stadtkreise 1 bis 12

Stadt Zürich, grob
rund 20 %
Wechsel ins Gymnasium nach der Primarschule (Stadt Zürich, Schullaufbahn)
Schulkreis Zürichberg
34,1 %
Primar → öffentliches Zürcher Gymnasium; NZZ auf BISTA. Umfasst die Kreise 1, 7 und 8
Schulkreis Schwamendingen
8,1 %
dieselbe Definition; etwa vier Mal tiefer als Zürichberg
Schulkreise laut Stadt Zürich. Die Prozentwerte 34,1 % und 8,1 % stammen aus der NZZ-Auswertung der BISTA-Kennzahlen (öffentliche Volksschule → öffentliches Zürcher Gymnasium; Privatschulen und ausserkantonale Gymnasien fehlen). «Hoch» / «tiefer» ist die qualitative NZZ-Einordnung, keine eigene Messung von Ziffli.
SchulkreisPolitische Kreise / QuartierePrimar → Gymi
ZürichbergKreise 1, 7, 8: Altstadt, Fluntern, Hottingen, Hirslanden, Riesbach, Witikon34,1 %
WaidbergHöngg, Wipkingen, Oberstrass, Unterstrass (Kreise 6 und 10)hoch (keine %-Zahl öffentlich)
UtoKreise 2 und 3: Leimbach, Wollishofen, Enge, Friesenberg, Alt-Wiedikonnicht ausgewiesen
LetziAlbisrieden, Altstetten, Grünau (Kreis 9)tiefer (NZZ: Altstetten)
LimmattalKreise 3, 4 und 5: Aussersihl, Hard, Industrie, Sihlfeldnicht ausgewiesen
GlattalKreis 11: Oerlikon, Seebach, Affolterntiefer (NZZ: Glattal)
Schwamendingenganzer Kreis 128,1 %

Die Stadt hat zwölf politische Stadtkreise, aber nur sieben Schulkreise. Die Bildungsstatistik veröffentlicht Übertrittsquoten für diese Schulkreise, nicht für Kreis 1 bis 12 einzeln. Wer nach «Kreis 7» sucht, findet deshalb keine eigene ZAP-Quote: Kreis 7 (Hottingen und Hirslanden) liegt im Schulkreis Zürichberg zusammen mit Kreis 1 (Altstadt) und Kreis 8 (Riesbach). Zum Schulkreis gehören auch Fluntern und Witikon – laut Stadt rund 4'400 Kinder an 13 Schulen. Die 34,1 % sind die beste öffentliche Näherung für diesen Stadtteil, nicht eine Kreis-7-Zahl. Kreis 3 ist geteilt: Alt-Wiedikon und Friesenberg gehören zu Uto, Sihlfeld zum Schulkreis Limmattal.

Die NZZ hat die BISTA-Kennzahlen so gelesen: Kreise 6 und 10 (Wipkingen, Unterstrass, Höngg – Schulkreis Waidberg) liegen ebenfalls hoch; Glattal und Altstetten tiefer. Für Waidberg, Uto, Letzi, Limmattal und Glattal liegt öffentlich keine amtliche Prozentzahl in einer Tabelle vor – nur die qualitative Einordnung und die zwei genannten Extreme Zürichberg und Schwamendingen. Wo die Quote nach der Primarschule hoch ist, bleibt sie oft auch nach der Sekundarschule hoch (Uitikon, Erlenbach).

Was fehlt, ist eine öffentliche Liste namentlicher Primarschulen. Weder Kanton noch Stadt veröffentlichen, wie viele Kinder aus einem bestimmten Schulhaus die ZAP bestanden haben. Kleine Jahrgänge würden solche Ränge ohnehin stark verzerren.

Goldküste: Gemeinden, nicht «die eine Quote»

Küsnacht, Primar → Gymi
30,7 %
2023, Kantonsrat auf BISTA: öffentliche Volksschule → öffentliches Zürcher Gymnasium
Schlieren, Vergleich
5,7 %
dieselbe Definition und dasselbe Jahr; unter den tiefsten Schulgemeinden
Bezirk Meilen, Kohorte
21–24 %
ZAP 2022: 21,0 %; NZZ zu 2025/26: 24,1 % der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler aufgenommen, 42,6 % angetreten
Nur veröffentlichte Primar- und ZAP-Kohortenzahlen. Lücken (Zollikon, Herrliberg, Zumikon als Primarquote) sind Absicht: Es gibt keine öffentliche Schulhaus- oder Kreis-7-ZAP-Liste, die wir ergänzen könnten.
OrtKennzahlWertQuelle
KüsnachtPrimar → öff. ZH-Gymi (2023)30,7 %Kantonsrat / BISTA
SchlierenPrimar → öff. ZH-Gymi (2023)5,7 %Kantonsrat / BISTA
Erlenbach, UitikonPrimar → Gymiunter den höchstenNZZ / BISTA
Bezirk MeilenZAP-Kohorte 202221,0 %Bezirksstatistik PDF
Bezirk MeilenZAP-Kohorte 2025/2624,1 %NZZ auf zh.ch-Grafik
Bezirk MeilenZAP angetreten 2025/2642,6 %NZZ auf zh.ch-Grafik
Bezirk HorgenZAP-Kohorte 202219,1 %Bezirksstatistik PDF
Stadt ZürichPrimar → Gymnasiumrund 20 %Stadt Zürich
Kanton ZürichZAP-Kohorte 2024/2514,9 %zh.ch ZAP-Statistik

«Goldküste» ist keine amtliche Schulregion. Gemeint sind meist die Seegemeinden im Bezirk Meilen (Zollikon, Küsnacht, Erlenbach, Herrliberg, Meilen, Uetikon, Männedorf, Stäfa) und teilweise Kilchberg oder Rüschlikon im Bezirk Horgen. Die ZAP-Bezirksstatistik fasst den ganzen Bezirk Meilen zusammen; darunter liegen grosse Unterschiede zwischen Gemeinden.

Die 30,7 % für Küsnacht und 5,7 % für Schlieren sind Übertritte nach der 6. Klasse ins öffentliche Zürcher Gymnasium. Erlenbach und Uitikon gehören nach derselben BISTA-Auswertung zu den höchsten Schulgemeinden; rund ein Drittel der Kinder dort wechselt auch nach der 2. Sekundarschule noch ins Kurzgymnasium. Für Zollikon, Herrliberg oder Zumikon liegt öffentlich keine gleich definierte Primarquote vor – wohl aber die gymnasiale Maturitätsquote (nächster Abschnitt).

Die beiden Kennzahlen darf man nicht verwechseln: Die Primarquote zählt, wer mit etwa zwölf Jahren ins Gymnasium wechselt. Die Maturitätsquote zählt, wer mit etwa neunzehn Jahren eine gymnasiale Matura hat – inklusive Kurzgymnasium nach der Sekundarschule, anerkannter Privatschulen und der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene. Deshalb kann Küsnacht bei 30,7 % Übertritt nach der Primarschule und 47,6 % Matura liegen: Der zweite Weg über die Sekundarschule zählt in der Matura mit.

Gymnasiale Maturitätsquote nach Gemeinde

Gymnasiale Maturitätsquote: Seegemeinden und Vergleichsorte (Vierjahresmittel der 19-Jährigen)

Quelle: Bildungsstatistik Kanton Zürich, Datensatz 672, Gemeindegrenzen 2025. Quote = Summe der gymnasialen Maturitäten über vier Jahre geteilt durch die 19-jährigen Einwohnerinnen und Einwohner. Enthalten sind öffentliche Gymnasien, anerkannte Privatschulen und die KME. Ausserkantonale Gymnasien (z. B. Schaffhausen, Zug) fehlen – Grenzgemeinden können dadurch zu tief liegen.
BISTA-Datensatz 672, Stand der Daten 18.8.2026, Gemeindegrenzen 2025. Enthalten sind alle Gemeinden der Bezirke Meilen und Horgen, dazu Uitikon, Maur, Wettswil am Albis und Kontrastwerte. Sortierung nach Quote. Der volle kantonale Datensatz hat 160 Gemeinden.
GemeindeMaturaquote19-Jährige (4 J.)Maturitäten (4 J.)
Erlenbach51,8 %251130
Uitikon48,4 %18690
Zollikon48,0 %519249
Küsnacht47,6 %607289
Meilen45,8 %592271
Herrliberg42,6 %298127
Männedorf39,6 %510202
Stäfa39,3 %606238
Uetikon am See39,3 %24797
Oberrieden37,8 %16462
Zumikon36,7 %286105
Maur36,5 %419153
Wettswil am Albis36,1 %21979
Kilchberg36,0 %297107
Rüschlikon27,9 %23365
Thalwil25,5 %628160
Horgen25,3 %888225
Stadt Zürich22,4 %14'1593'177
Richterswil21,6 %589127
Adliswil20,5 %706145
Kanton Zürich20,3 %60'08312'205
Langnau am Albis20,1 %35872
Wädenswil19,5 %966188
Hombrechtikon17,6 %35262
Oetwil am See13,0 %23030
Dietikon8,6 %1'04690
Schlieren6,8 %64644

Diese Quote ist die feinste amtliche Gemeindezahl, die als offener Datensatz vorliegt. Sie beantwortet nicht die Frage «wie viele Sechstklässler bestehen die ZAP», sondern «wie viele Junge aus dieser Gemeinde haben später eine gymnasiale Matura». Der Kanton liegt bei 20,3 %, der Bezirk Meilen bei 40,0 %, die Stadt Zürich bei 22,4 %. Innerhalb des Bezirks Meilen reicht die Spanne von Erlenbach (51,8 %) bis Oetwil am See (13,0 %) – dieselbe Seeseite, andere Schulgemeinde und andere Zusammensetzung.

Uitikon (48,4 %), Maur (36,5 %) und Wettswil am Albis (36,1 %) liegen nicht an der Goldküste, gehören aber zu denselben hohen Gemeinden. Dietikon (8,6 %) und Schlieren (6,8 %) zeigen das andere Ende derselben kantonalen Skala. Kleine Gemeinden mit wenigen 19-Jährigen schwanken stärker; die Tabelle nennt deshalb die zugrunde liegende Kopfzahl.

Maturitätsquote aller Bezirke

Dieselbe Maturitätsdefinition wie in der Gemeindetabelle, aggregiert auf Bezirke (BISTA 672, Gemeindegrenzen 2025). Meilen liegt klar über der Stadt und dem Kanton; Dielsdorf ist der tiefste Bezirk. Die Werte sind nicht dieselben wie die ZAP-Kohorte 2022 (anderes Alter, anderer Nenner, inkl. Kurzgymnasium und Privatschulen).
BezirkMaturaquote19-Jährige (4 J.)Maturitäten (4 J.)
Meilen40,0 %4'4981'800
Horgen23,8 %4'8291'151
Zürich22,4 %14'1593'177
Affoltern21,5 %2'353506
Uster21,1 %5'4181'145
Kanton Zürich20,3 %60'08312'205
Winterthur18,9 %7'0341'328
Pfäffikon16,2 %2'518407
Bülach14,8 %6'284931
Hinwil14,4 %4'084588
Dietikon14,4 %3'543509
Andelfingen13,9 %1'406196
Dielsdorf11,8 %3'957467

Wer die Bezirks-Karte oben (ZAP-Kohorte um zwölf Jahre) mit dieser Tabelle (Matura um neunzehn Jahre) vergleicht, sieht dieselbe grobe Geografie – aber nicht dieselbe Rangfolge. Meilen, Horgen und die Stadt Zürich liegen in beiden Messungen oben. Affoltern lag 2022 bei der ZAP-Kohorte unter dem Kanton (13,9 % gegenüber 15,6 %), bei der Matura aber darüber (21,5 %). Dielsdorf ist bei der Matura der tiefste Bezirk (11,8 %); 2022 war es bei der ZAP-Kohorte Andelfingen (8,9 %). Die Maturaquote der Stadt (22,4 %) liegt nahe an den rund 20 % Primarübertritt, die die Stadt selbst nennt – plausibel, weil ein Teil später noch über die Sekundarschule ins Kurzgymnasium wechselt und ein Teil der Primar-Gymi-Kinder die Matura nicht abschliesst.

Was Studien zur Chance sagen

Die Zürcher Lernstandserhebung (Moser und Kolleginnen und Kollegen, Kohorte ab 2003) zeigt: Bei gleichen Testleistungen und Zeugnisnoten treten Kinder aus privilegierten Familien häufiger ins Langgymnasium über. Im Modell von Moser, Oostlander und Tomasik (2017) lag die Übertrittswahrscheinlichkeit bei der Note 5,5 in Deutsch und Mathematik bei rund 71 % versus 29 %, je nach sozialer Herkunft – nach Kontrolle von Leistung, Erstsprache und privater Vorbereitung.

Die Evaluation der neuen Übertrittsverfahren (Tomasik, Universität Zürich, 2026) befragte 3'601 Jugendliche des Jahrgangs 2024. Fast alle hatten irgendeinen Vorbereitungskurs: 68,8 % einen öffentlichen Schulkurs, 40,6 % einen privaten Kurs, 8,8 % keinen. Private Kurse hingen mit 0,23 Notenpunkten mehr in Mathematik zusammen. Die Schülerinnen und Schüler beurteilten die Abdeckung des Prüfungsstoffs durch den Regelunterricht als eher unzureichend.

Landolt und Bauer beschreiben denselben Markt qualitativ: Die ZAP gilt als leistungsgerecht, während kostenpflichtige Vorbereitung und elterliche Ressourcen die Selektion verstärken. Der Schweizerische Wissenschaftsrat (Becker und Schoch, 2018) nennt die soziale Selektivität im Schweizer Bildungssystem grundsätzlich unhaltbar; das ist der nationale Rahmen, nicht eine Zürcher Schulhausnote.

Warum daraus keine Rangliste der besten Schulen folgt

Tomasik hat in derselben Evaluation die Vornoten zerlegt: Die Ähnlichkeit innerhalb einer Schule (ICC) ist in Mathematik mit 0,04 sehr tief und in Deutsch mit 0,17 immer noch im unteren Bereich dessen, was man zwischen Schulen erwartet. Zwei Kinder derselben Schule unterscheiden sich in den Vornoten stärker als zwei Schulen im Durchschnitt. Ein Teil der Unterschiede sitzt an der abgebenden Schule, kaum am Bezirk, sobald die Schule bekannt ist – und selbst dieser Schulanteil ist klein.

Daraus folgt der ruhige Schluss für Eltern: Die öffentlichen Karten helfen, die eigene Region einzuordnen und Medienprozente zu verstehen. Sie rechtfertigen nicht den Umzug wegen einer «Top-Primarschule» und keine Rangliste von Schulhäusern. Massgeblich bleiben der Lernstand des Kindes, die Vornoten in Deutsch und Mathematik, die offiziellen ZAP-Anforderungen und – wo nötig – das kostenlose schulische Vorbereitungsangebot der Stadt oder Gemeinde.

  • Ziffli wiederholt Primarschul-Grundlagen in kurzen Runden und stellt keine Aufnahmeprognose.
  • Verbindlich für die Prüfung bleiben die kantonalen Seiten, nicht Kurswerbung und nicht Zeitungs-Rankings.

Häufige Fragen

Welche Schule in Zürich ist die beste fürs Gymnasium?

Das lässt sich aus den öffentlichen Daten nicht sagen. Veröffentlicht sind Übertrittsquoten nach Bezirk, Schulgemeinde und städtischem Schulkreis, nicht nach Schulhaus. Hohe Quoten hängen stark mit der Zusammensetzung der Familien zusammen, nicht mit einer amtlichen Schulnote.

Wie hoch ist die Chance, die ZAP1 zu bestehen?

Im Kanton bestehen rund 53 % der Angemeldeten die Prüfung ins Langgymnasium (52,7 % im Schuljahr 2025/26). Von der gesamten 6. Klasse sind es deutlich weniger: 14,9 % der Kohorte 2024/25. In der Stadt Zürich wechseln laut städtischer Angabe rund 20 % nach der Primarschule ins Gymnasium.

Gibt es eine ZAP-Quote für Kreis 7?

Nein. Kreis 7 (Hottingen und Hirslanden) gehört zum Schulkreis Zürichberg, zusammen mit Kreis 1 und Kreis 8. Die öffentliche Näherung ist 34,1 % Primarübertritt ins öffentliche Zürcher Gymnasium für den ganzen Schulkreis, nicht für Kreis 7 allein. Eine eigene Zahl für Hottingen oder Hirslanden ist nicht veröffentlicht.

Wie stehen Küsnacht, Zollikon oder Erlenbach da?

Für Küsnacht liegt eine Primarquote vor: 30,7 % im Jahr 2023 (öffentliche Volksschule → öffentliches Zürcher Gymnasium). Für Zollikon und Erlenbach liegt öffentlich keine gleich definierte Primarzahl vor. Die gymnasiale Maturitätsquote liegt bei Erlenbach 51,8 %, Zollikon 48,0 % und Küsnacht 47,6 %. Der Bezirk Meilen nimmt bei der ZAP-Kohorte 21 bis 24 % auf.

Was ist der Unterschied zwischen ZAP-Quote und Maturitätsquote?

Die ZAP-Kohortenquote zählt, welcher Anteil der 6. Klasse die Aufnahmeprüfung ins Langgymnasium besteht (Kanton 14,9 % im Schuljahr 2024/25). Die gymnasiale Maturitätsquote zählt, welcher Anteil der 19-Jährigen eine gymnasiale Matura hat (Kanton 20,3 %). Darin stecken auch das Kurzgymnasium nach der Sekundarschule, anerkannte Privatschulen und die Kantonale Maturitätsschule für Erwachsene.

Wo stehen die Zahlen zu meiner Gemeinde?

ZAP nach Bezirk: interaktive Grafiken auf zh.ch. Schulgemeinden und städtische Schulkreise: Kennzahlen von Schulgemeinden der Bildungsstatistik (BISTA). Gymnasiale Maturitätsquote nach politischer Gemeinde: offener Datensatz 672 der Bildungsstatistik. Einzelne Primarschulen sind nirgends ausgewiesen.

Darf ich NZZ- oder SRF-Artikel als Quelle nehmen?

Für die Jahresquote lohnt der direkte Blick auf die kantonale Statistik, weil die Medien dieselbe Medienmitteilung nacherzählen. NZZ-Analysen zu Gemeinden und Schulkreisen beruhen auf BISTA-Kennzahlen und sind als Einordnung nützlich, ersetzen die amtliche Definition aber nicht.

Quellen

Zuletzt fachlich geprüft: 2026-08-19.