Lehrplan 21
Der Zürcher Lehrplan 21 einfach erklärt
Der Zürcher Lehrplan 21 beschreibt, was Kinder in der Volksschule wissen und können sollen. Er ist kein Lehrmittel und keine Note. Ziffli übt kurze Runden, die zu Kompetenzbereichen der Primarschule passen, zeigt Eltern, was geübt wurde, und zertifiziert nicht, ob ein Kind die Lehrplanziele erreicht hat.
Was der Lehrplan 21 festlegt — und was nicht
Der Lehrplan 21 ist der gemeinsame, kompetenzorientierte Lehrplan der Deutschschweizer Kantone. Im Kanton Zürich gilt die kantonale Ausgabe. Er richtet sich an Schulen, Lehrpersonen und Lehrmittel, orientiert aber auch Eltern: welche Kompetenzen über die Volksschulzeit aufgebaut werden.
Er ist kein tägliches Aufgabenheft. Schulen und Lehrpersonen setzen die Ziele in Unterricht, Beurteilung und Standortgesprächen um. Verbindlich für Zürcher Familien bleibt zh.lehrplan.ch, nicht eine Lern-App.
Zyklen statt Jahres-Checkliste
Der Lehrplan teilt die elf Schuljahre in drei Zyklen. Zyklus 1 umfasst den Kindergarten und die 1. sowie 2. Primarklasse. Zyklus 2 umfasst die 3. bis 6. Primarklasse. Zyklus 3 betrifft die Sekundarstufe I.
Kompetenzen werden über mehrere Jahre aufgebaut, nicht an einem Stichtag abgehakt. Grundansprüche markieren, was bis zum Ende eines Zyklus verbindlich bearbeitet werden muss. Darüber liegen weitere Kompetenzstufen. Ein Kind der 5. Klasse steht mitten in Zyklus 2; dass eine App eine Übung als «sicher» einstuft, heisst nicht, dass der Zyklus abgeschlossen ist.
Kompetenzen statt isolierter Einzelaufgaben
Eine Kompetenz verbindet Wissen, Fertigkeiten und Anwendung. In Mathematik reicht es nicht, eine Rechnung auswendig zu kennen; ein Kind soll passende Verfahren auswählen und Ergebnisse prüfen können.
In der Primarschule gliedert sich Mathematik in Zahl und Variable, Form und Raum sowie Grössen, Funktionen, Daten und Zufall. Deutsch umfasst Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben, Sprache untersuchen und Literatur. Englisch beginnt in Zürich in der 3. Klasse, Französisch in der 5. Klasse. NMG, Medien und Informatik sowie gestalterische, musikalische und sportliche Bildung gehören ebenfalls dazu.
Was Ziffli konkret tut
Ziffli ist ein unabhängiger Lernbegleiter für Zürcher Primarschulkinder der Klassen 1 bis 6. Eine normale Runde enthält zehn Aufgaben und dauert etwa fünf bis acht Minuten. Danach endet sie sichtbar. Es gibt keinen Endlosfeed, keine Streak-Strafe und keine Bestenliste.
Die App führt eine versionierte Zuordnung zu 146 Lehrplan-Strängen und 244 fachlichen Skills. Aufgaben werden der gewählten Klasse zugeordnet und mit Kompetenzcodes versehen, etwa MA.1.A für Zahl und Variable oder D.2.B für Sachtexte verstehen. Die Aufgaben sind eigenständig formuliert. Offizielle Lehrmittel und Prüfungen werden nicht kopiert.
Eltern sehen im Elternbereich, welche Skills geübt wurden. Die Einschätzung lautet offen, braucht Wiederholung, wächst oder sicher. Das beschreibt Übungsnachweise in Ziffli, nicht eine Schulnote.
Was Ziffli nicht messen kann
Ziffli kann nicht feststellen, ob ein Kind die Ziele des Lehrplans 21 erreicht hat. Lehrplanbeurteilung bleibt bei der Schule: Unterricht, Projekte, mündliche Beiträge, Schreiben, Bewegung und Zeit.
Schreiben, Sprechen, NMG-Projekte sowie Gestalten, Musik und Sport werden nicht automatisch als Kompetenz «erreicht» bewertet. Offene Arbeiten brauchen menschliche Rückmeldung. Die technische Abdeckung der Stränge ist keine Garantie, dass jede Unterrichtssituation oder jede Aufgabe eines Lehrmittels abgebildet wird.
Woran Eltern gute Lernangebote erkennen
- Die Aufgaben nennen nachvollziehbare Kompetenzbereiche und die Klasse.
- Fehler führen zu passender Wiederholung statt zu Strafen oder Ranglisten.
- Übungszeiten sind begrenzt und lassen Raum für Schule, Bewegung und Erholung.
- Die App sagt klar, was sie nicht beurteilt: offene Texte, Aussprache, schulische Förderung.
- Datenschutz, Datenlöschung und die Rolle automatischer Systeme werden verständlich erklärt.
Häufige Fragen
Ist der Lehrplan 21 ein Lehrmittel?
Nein. Der Lehrplan beschreibt Bildungsziele und Kompetenzen. Lehrmittel und Unterricht setzen diese Ziele konkret um.
Was bedeuten Zyklus 1 und Zyklus 2 in der Primarschule?
Zyklus 1 umfasst Kindergarten sowie 1. und 2. Klasse. Zyklus 2 umfasst die 3. bis 6. Primarklasse. Kompetenzen werden über den ganzen Zyklus aufgebaut, nicht pro Schuljahr abgehakt.
Kann Ziffli messen, ob mein Kind die Lehrplanziele erreicht hat?
Nein. Ziffli zeigt Übungsnachweise zu Skills, die Kompetenzbereichen zugeordnet sind. Ob ein Kind die Ziele des Lehrplans 21 erreicht hat, beurteilt die Schule.
Was bedeuten die Einschätzungen offen, wächst und sicher?
Sie beschreiben den Übungsstand in Ziffli: noch nicht geübt, unsicher, im Aufbau oder in der App zuverlässig. Sie sind keine Lehrplanzertifizierung und keine Note.
Für welche Primarklassen gilt der Zürcher Lehrplan 21?
Für die gesamte Volksschule, also auch für Primarklassen 1 bis 6. Die konkrete Umsetzung bestimmt die Schule vor Ort.
Gilt der Lehrplan 21 auch für Gymiprüfungen?
Für die Zürcher ZAP1 sind die offiziellen Prüfungsanforderungen massgebend. Sie knüpfen an die Primarschule an und müssen jeweils aktuell geprüft werden.
Kopiert Ziffli die Zürcher Lehrmittel?
Nein. Die Aufgaben sind eigenständig. Die App richtet Übungen an Kompetenzbereichen und an der Klasse aus, ersetzt aber weder Mathematik Primarstufe noch Deutsch Eins bis Sechs.
Welche Fächer übt Ziffli entlang des Lehrplans?
Schwerpunkte sind Mathematik und Deutsch in kurzen Runden. Englisch, Französisch, NMG und Medien sind vorhanden; Gestalten, Musik und Sport bleiben Offline-Begleitung ohne automatische Bewertung.
Offizielle Quellen
Zuletzt fachlich geprüft: 19. August 2026.