KI und Lernen
Eine offene KI-Hilfe – nur mit Elternzustimmung und Grenzen
Wir wollen, dass ein Kind in Ziffli eine Schulfrage stellen kann, wenn es feststeckt. Das ist kein unbegrenzter Chatfreund und kein Ersatz für Unterricht. Die Hilfe bleibt aus, bis ein Elternteil mit Familienkonto zustimmt. Ohne Konto können Eltern auf der Startseite Zugang beantragen.
Was wir anbieten – und was nicht
Ziffli hat zwei getrennte KI-Teile. Der Planer schlägt aus freigegebenen Lernbereichen die nächste kurze Runde vor. Neu kann ein Elternteil zusätzlich eine offene Fragerunde einschalten: das Kind schreibt eine Schulfrage, ein Modell in der AWS-Region Zürich antwortet auf Deutsch.
Wir nutzen dafür denselben in der Region Zürich verfügbaren Claude-3-Haiku-Aufruf wie der Planer, nicht Amazon Bedrock Agents und nicht AgentCore. Es gibt keine Werkzeuge, kein Langzeitgedächtnis ausserhalb des Familienkontos und kein Training mit euren Gesprächen.
Andere Lernangebote im deutschsprachigen Raum zeigen, dass Eltern KI-Hilfe nutzen. Das ist für uns kein Freipass. Wir stützen uns auf eigene Grenzen: Elternkonto, Zustimmung, begrenzte Runde und lesbare Verläufe.
Die Regeln, die wir uns gesetzt haben
- Elternzustimmung, standardmässig aus. Ohne Familienkonto bleibt die Hilfe aus.
- Datenschutz und AGB nennen die Hilfe, bevor sie genutzt wird. Ohne Konto bleibt sie aus. Eltern können auf der Startseite Zugang beantragen.
- Eine Fragerunde ist offen thematisch, aber endlich: höchstens 16 Nachrichten, danach ist Schluss. Die Übungsrunde bleibt eine eigene, begrenzte Runde.
- Die Modelleingabe enthält Klasse, freigegebene Fächer und den Fragetext. Sie enthält keinen Namen, keine E-Mail-Adresse, keine Kinder-ID und keine Musterlösung.
- Eltern lesen jede Nachricht im Elternbereich. Der Verlauf gehört zum Export und zur Kontolöschung.
- Keine Note, keine Diagnose, kein ZAP1- oder Gymnasiumreif-Satz. Kompetenzstände ändert nur die deterministische Auswertung der Übungen.
- Nur die AWS-Region Europa (Zürich). Keine EU- oder Welt-Inferenzprofile.
- Schreiben, Sprechen und Projektreflexionen bleiben bei den Eltern. Die Hilfe bekommt diese Kindertexte nicht.
- Filter entfernen Links, E-Mail-Adressen und Telefonnummern in Kinderfragen. Unsichere Modellworte zu Schwäche, Note oder KI werden ersetzt.
- Serverquoten begrenzen die Kosten. Fällt das Modell aus, erscheint eine ruhige Ausweichmeldung, kein Druck weiterzumachen.
Warum «offen» trotzdem begrenzt bleibt
Offen heisst: das Kind darf eine eigene Schulfrage stellen, nicht nur einen Knopf «Tipp» drücken. Es heisst nicht: endlose Unterhaltung, persönliche Geheimnisse oder ein System, das selbstständig Handlungen ausführt.
Für Klasse 1–6 bleibt das Risiko hoch, auch mit Filtern. Deshalb testen wir die Hilfe zuerst intern. Wer sie einschaltet, soll wissen, dass ein Modell falsch liegen, zu viel verraten oder eine Frage schlecht verstehen kann.
Zugang: nur mit Elternkonto
Die Hilfe bleibt aus, bis ein Elternteil mit Familienkonto zustimmt. Im Elternbereich unter Überblick die Hilfe einschalten. Danach erscheint auf der Kinderstartseite «Frage stellen».
Eltern ohne Login können auf der Startseite Zugang beantragen. Nach der Freigabe erscheint die Hilfe erst, wenn sie im Überblick eingeschaltet wird.
Diese Hilfe ist für die Familie gedacht, nicht als Klassentool für die Schule.
Was in Zürich bleibt
Der Aufruf läuft in der AWS-Region Europa (Zürich), nicht über ein EU- oder Welt-Inferenzprofil. AWS schreibt, dass Eingaben und Antworten nicht zum Trainieren der Modelle verwendet, nicht an die Modellhersteller weitergegeben und standardmässig nicht als Prompt-Protokolle gespeichert werden.
Ziffli lässt diese Modellprotokolle ausgeschaltet. Für die Dauer des Aufrufs liegt der Fragetext bei Bedrock in Zürich. Die gespeicherten Fragerunden liegen im Familienkonto in derselben Region.
Druck und Gymiprüfung
In Zürich ist die zentrale Aufnahmeprüfung ein reales Thema. Eine KI-Hilfe ändert daran nichts. Sie darf nicht so tun, als wisse sie, ob ein Kind «gymnasiumreif» sei.
Massgebend bleiben Grundlagen, schulischer Alltag und die amtlichen Angaben des Kantons. Ziffli ist kein offizielles Angebot und kein vollständiger ZAP1-Kurs.
Häufige Fragen
Muss mein Kind die KI-Hilfe nutzen?
Nein. Sie bleibt aus, bis ein Elternteil sie im Überblick einschaltet. Viele Kinder üben gut ohne KI.
Kann die Hilfe die Gymiprüfung vorhersagen?
Nein. Solche Sätze sind bei uns ausgeschlossen. Zulassung hängt von vielen Faktoren ab, die eine App nicht verantworten kann.
Sehe ich, was mein Kind geschrieben hat?
Ja. Jede Fragerunde liegt im Elternbereich, im Datenexport und wird mit dem Konto gelöscht.
Wie bekomme ich ein Konto, um die Hilfe einzuschalten?
Eltern können auf der Startseite Zugang beantragen. Nach der Freigabe lässt sich die Hilfe im Überblick einschalten. Ohne Konto bleibt sie aus.
Wo schalte ich die KI-Hilfe ein?
Im Elternbereich unter Überblick «Hilfe einschalten» wählen. Danach erscheint auf der Kinderstartseite «Frage stellen».
Offizielle Quellen
- Zürcher Lehrplan 21
- Kanton Zürich: Unterricht an der Volksschule
- Kanton Zürich: Zentrale Aufnahmeprüfung
- AWS: Data Protection and Amazon Bedrock in Switzerland
- AWS: Amazon Bedrock security and privacy
Zuletzt fachlich geprüft: 23. August 2026.