Was Ziffli leistet
Was Ziffli kann – und wo es bewusst aufhört
Ziffli ist ein Lernbegleiter für die Zürcher Primarschule, Klassen 1 bis 6. Kinder üben in kurzen Runden, die sichtbar enden, und Eltern sehen, was geübt wurde. Diese Seite sammelt an einem Ort, was Ziffli übernimmt, wo es aufhört und warum diese Grenzen zum Konzept gehören. Die einzelnen Ratgeber verweisen hierher, statt sie zu wiederholen.
Was Ziffli übernimmt
Eine Lehrperson mit über zwanzig Kindern kann das Tempo nicht für jedes Kind einzeln setzen. Ziffli kann das im Kleinen: Eine Runde umfasst zehn Aufgaben zur gewählten Klasse, dauert etwa fünf bis acht Minuten und endet sichtbar. Eine falsch gelöste Aufgabe kommt am Ende der Runde einmal wieder, und die nächsten Runden greifen auf, was unsicher geblieben ist.
Dazu kommen zwei Dinge, die im Klassenzimmer schwer zu haben sind: viel Geduld und kein Publikum. Ein Kind kann dieselbe Aufgabenart mehrmals falsch lösen, ohne dass jemand zuschaut. Das senkt die Hemmschwelle bei Themen, die es sonst meiden würde.
- Jede Aufgabe ist einer Klasse und einem Kompetenzbereich des Lehrplans 21 zugeordnet, etwa MA.1.A oder D.2.B.
- Im Elternbereich steht pro Skill, ob er offen ist, Wiederholung braucht, wächst oder in der App sicher wirkt.
- Eltern legen Wochentage, ein Tageslimit von einer oder zwei Runden und fachliche Schwerpunkte fest.
- Eltern können den Lernstand im Elternbereich exportieren und löschen, mit Familienkonto auch die Daten in der Cloud. Wer Ziffli früher ohne Konto genutzt hat, behält den Lernstand auf dem Gerät.
Zwei KI-Teile mit verschiedenen Rollen
Der Planer wählt aus freigegebenen Lernbereichen und Skills die nächste kurze Runde. Er formuliert keine Aufgaben und keine Lösungen; die stammen aus dem geprüften Aufgabenkatalog. Ob eine Antwort richtig ist, entscheidet eine feste Auswertung, nicht ein Modell, und nur diese Auswertung verändert den Übungsstand.
Die KI-Hilfe ist anders gebaut. Dort stellt ein Kind eine eigene Schulfrage, und ein Modell in der AWS-Region Zürich antwortet frei formuliert auf Deutsch. Deshalb ist sie standardmässig aus: Nur ein Elternteil mit Familienkonto kann sie einschalten, eine Fragerunde endet nach höchstens 16 Nachrichten, und Eltern lesen jede Nachricht im Elternbereich.
Eine frei formulierte Antwort kann falsch sein, zu viel verraten oder eine Frage missverstehen. Die KI-Hilfe vergibt keine Noten, stellt keine Diagnose und sagt nichts über die Gymnasiumreife.
Wo Ziffli aufhört
Diese Grenzen gelten für alle Fächer und Klassen. Die einzelnen Ratgeber wiederholen sie nicht mehr, sondern verweisen hierher.
- Ziffli zertifiziert nicht, ob ein Kind die Ziele des Lehrplans 21 erreicht hat. Das beurteilt die Schule.
- Ziffli ist kein vollständiger ZAP1-Kurs und gibt keine Aufnahmeprognose ab. Prüfungsformat, Zeitbudget und Aufsatz üben Familien mit den kantonalen Unterlagen und alten Prüfungen.
- Ziffli ersetzt weder Unterricht noch Lehrmittel. Die Aufgaben sind eigenständig formuliert und bilden nicht jede Aufgabe eines Lehrmittels ab.
- Offene Texte, Aussprache und gestalterische Arbeiten bewertet Ziffli nicht automatisch. Sie brauchen die Rückmeldung einer Person.
- Ziffli ersetzt keine heilpädagogische Abklärung und keine Förderplanung der Schule.
- Verbindlich sind zh.lehrplan.ch und die kantonalen Prüfungsseiten.
Warum diese Grenzen zum Konzept gehören
Ein Modell, das frei formuliert, kann einem Zehnjährigen eine falsche Bruchregel überzeugend erklären. Beim Üben trennt Ziffli deshalb Auswahl und Inhalt: Das Modell entscheidet, was als Nächstes geübt wird, nicht was richtig ist. Wo ein Modell frei antwortet, in der KI-Hilfe, entscheiden die Eltern, ob es überhaupt mitspricht, und sie lesen mit.
Dasselbe gilt für die Nutzungsdauer. Endlose Feeds, Streak-Strafen und Ranglisten steigern die Nutzungszeit, nicht das Können. Eine Runde, die aufhört, ist keine fehlende Funktion, sondern die Bedingung dafür, dass Eltern das Werkzeug aus der Hand geben können.
Häufige Fragen
Was kann Ziffli, was im Klassenzimmer schwer ist?
Ein eigenes Tempo für jedes Kind und Wiederholung ohne Publikum. Umgekehrt beurteilt, erklärt und begleitet eine Lehrperson; das kann Ziffli nicht ersetzen.
Formuliert die KI die Übungsaufgaben selbst?
Nein. Aufgaben und Lösungen stammen aus dem geprüften Katalog, der Planer wählt nur aus, welche als Nächstes passen. Frei formulierte Antworten gibt es nur in der KI-Hilfe, die Eltern einschalten müssen.
Kann Ziffli sagen, ob mein Kind die Gymiprüfung besteht?
Nein. Ziffli übt Grundlagen in Deutsch und Mathematik. Ob ein Kind besteht, hängt von der Prüfung am Stichtag und von der Vorleistungsnote ab, und das kann keine App vorhersagen.
Was kostet Ziffli?
Der aktuelle Zugang ist eine kostenlose Beta. Spätere Preise würden vor einer Zahlung klar angezeigt.
Welche Daten speichert Ziffli über mein Kind?
Mit Familienkonto werden Lernnachweise und Fragerunden der KI-Hilfe im Konto gespeichert, in der AWS-Region Zürich. Eltern können die Daten im Elternbereich exportieren und löschen. Aussprache wird nicht aufgenommen, und es gibt keine Werbung.
Offizielle Quellen
- Zürcher Lehrplan 21
- Kanton Zürich: Unterricht an der Volksschule
- Kanton Zürich: Prüfungsanforderungen ZAP1 ab 2027
- AWS: Data Protection and Amazon Bedrock in Switzerland
Zuletzt fachlich geprüft: 7. Oktober 2026.